Scan-Tiefe
Der Parameter depth steuert, wie viele Metadaten aus Dateien, Ordnern, Datensätzen und Datenbanken extrahiert werden. Er lässt sich einmal als globaler Standard setzen oder für jeden add-Eintrag überschreiben.
depth: variable # globaler Standard
add:
- folder: ./data # erbt "variable"
- folder: ./big
depth: stat # Überschreibung für diesen Eintrag
- database: sqlite:///db.sqlite
depth: dataset| Funktion | dataset | variable | stat | value (Standard) |
|---|---|---|---|---|
| Ordner | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Datensätze (Format, Pfad, mtime) | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Variablen (Namen, Typen) | ✓ | ✓ | ✓ | |
| DB-Introspektion (PK, FK, Kommentare) | ✓ | ✓ | ✓ | |
| Zeilenzahl, Statistiken | ✓ | ✓ | ||
| Enumerationen, Häufigkeiten, Muster | ✓ | |||
| Auto-Tagging (Format, Sicherheit, Text) | ✓ |
Hinweis: Bei
depth="variable"extrahieren CSV- und Excel-Dateien nur die Spalten-Namen (Typen erfordern das Lesen von Daten und sind abdepth="stat"verfügbar). Alle anderen Formate liefern Typen bereits auf dieser Stufe.
Typische Anwendungsfälle:
dataset— schnelles Inventar der verfügbaren Dateien/Tabellen ohne Datenlesenvariable— leichtgewichtige Schema-Erkennung (Spaltennamen und -typen)stat— Daten-Profiling ohne Enumerationserkennung (schneller alsvalue)value— vollständiger Katalog mit Häufigkeitstabellen und Enumerationszuordnung (Standard)
Wer Wert-Häufigkeiten benötigt, aber Enumerationen manuell über metadata_path verwaltet, verwendet auto_enumerations: false zusammen mit depth: value. Häufigkeiten bleiben verfügbar, automatische Enumerationsentitäten und generierte Variablenverknüpfungen werden jedoch übersprungen.
Auto-Tagging
Bei depth="value" (Standard) werden String-Spalten automatisch nach Inhaltstyp getaggt. Tags verwenden eine zweistufige Hierarchie unter dem Eltern-Tag auto:
| Kategorie | Tags |
|---|---|
| Format | auto---email, auto---phone, auto---uuid, auto---iban |
| Sicherheit | auto---bcrypt, auto---argon2, auto---jwt, auto---secret |
| Text | auto---structured, auto---semi-structured, auto---free-text → auto---natural-text |
Jede Variable erhält höchstens ein Blatt-Tag. Das Frontend kann über parent_id nach Kategorie filtern (z. B. zeigt die Auswahl von auto---security alle bcrypt-/argon2-/jwt-/secret-Variablen).
Sicherheitsgetaggte Spalten (bcrypt, argon2, jwt, secret) unterdrücken ihre rohen Häufigkeitswerte — es werden nur Muster-Häufigkeiten ausgegeben, sodass keine echten Geheimnisse im exportierten Katalog erscheinen.
Policy-Tags
Policy-Tags erlauben die manuelle Steuerung des Scan-Verhaltens für einzelne Variablen. Wie Auto-Tags liegen sie in der scan-Hierarchie und werden automatisch angelegt — kein tag.csv-Eintrag nötig.
| Tag | Wirkung |
|---|---|
policy---frequency-hidden | Unterdrückt alle Häufigkeits- und Enumerationsdaten (Statistiken bleiben sichtbar) |
Das Tag wird in den variable.csv-Metadaten zugewiesen:
id,tag_ids
source---employees_csv---first_name,"policy---frequency-hidden"Das ist nützlich für sensible Spalten, die das Auto-Tagging nicht erkennt (z. B. Vornamen, interne IDs, Geschäftscodes).